Wanderbank lädt zum Plauschen und Stricken


Bitte setzen Sie sich doch! Nur zu gerne kommen Reisende, Jugendliche, aber auch Gäste und Mitarbeitende der Schweinfurter Bahnhofsmission dieser Aufforderung nach: Seit einem Jahr wartet die hölzerne "Lebensbank" vor der Bahnhofsmission oder an Gleis 1 buchstäblich darauf besetzt zu werden. Und über mangelnden Zuspruch können sich die Initiatoren nicht beklagen. "Zwei Decken wurden in dieser Zeit schon gestrickt", erzählt das Leitungsteam, "eine ist zum drauf sitzen, die andere zum Wärmen an kühlen Tagen." Zu Nadeln und Wolle greifen ältere Damen genauso wie junge Männer oder Teenager. Viele nutzen die Gelegenheit, um aus ihrem Leben zu erzählen. Andere reden über Gott und die Welt, über Zugverspätungen oder die jüngst fällige Fahrradreparatur. Genau dafür ist die Bank auch gemacht. Hier kann man Dinge tun, die man auf einer Bank gerne macht: einfach nichts, lesen, reden, zuhören oder sich eben mit dem angebotenen Beiwerk beschäftigen.

Entstanden ist das Angebot aus dem Projekt Wanderbank, das die Künstlerin Christiane Huber und und die Fotografin Sanne Kurz im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft der kirchlichen Bahnhofsmissionen in Bayern unter Federführung von IN VIA Bayern e.V entwickelten. Dieses Projekt wurde aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert.


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